Organisationsentwicklung
Konfliktberatung & Coaching
Gemeinschaftsbildung
Projektmanagement
Zur Person
Print This Page

Organisationsentwicklung

Die gestresste Organisation als Herausforderung

Das Innenleben vieler Unternehmen ist geprägt durch eine wachsende Ambivalenz: Faszinierende technologische Durchbrüche und organisatorische Aufbauleistungen einerseits und andererseits, die krasse Realität einer Belegschaft, die ein wachsendes Maß an Stress und persönlichem Ungleichgewicht erlebt:

  • Jeder dritte Berufstätige fühlt sich stark erschöpft oder ausgebrannt.
  • Jeder Fünfte leidet unter gesundheitlichen Stressfolgen.
  • Die Zahl der Burnout-Krankschreibungen ist innerhalb der letzten fünf Jahre um 17 Prozent angestiegen.
  • Fast jeder Zweite geht davon aus, dass der Stress in seinem persönlichen Umfeld weiter zunehmen wird.

Quelle: TK-Studie, Mai 2009 (F.A.Z.-Institut/Forsa)

Die Organisations- und Personalentwicklung hat sich diesem Dilemma zu stellen: Schritt zu halten mit den äußeren Anforderungen und gleichzeitig darauf zu achten, wie es dem einzelnen Menschen geht.

Emotionales Wohlbefinden fördern

Zahlreiche Forschungsergebnisse belegen es: Emotionales Wohlbefinden fördert die Vitalität des Einzelnen, verbunden mit einer höheren Lebendigkeit und Leistungsfähigkeit der Organisation. Negative emotionale Zustände verursachen dagegen Stress mit all seinen Folgen.

Das medizinische Wissen über die Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Geist hat sich in den letzten Jahren sprunghaft vergrößert. Wir beginnen zunehmend die enge Verzahnung von emotionalem Erleben und körperlicher Befindlichkeit zu erkennen. Die Förderung des Wohlbefindens, der psychischen und physischen Gesundheit ist damit nicht nur Aufgabe der betrieblichen Gesundheitsförderung sondern zentraler Bestandteil der gesamten Organisationsentwicklung.

Das neue Paradigma der Organisationsentwicklung

1. Die grundlegenden mentalen und emotionalen Prozesse stärker in Organisationen berücksichtigen. Wir haben es mit lebenden Systemen zu tun, die aus Menschen bestehen, die denken und fühlen. Jedes Unternehmen ist in Wirklichkeit ein riesiger komplexer Organismus, dessen Gesundheit und Widerstandsfähigkeit von vielen Faktoren abhängt, die auch die Gesundheit und das Gleichgewicht eines Individuums bestimmen.

2. Die Entdeckung des Positiven.
Wir nehmen unsere Organisationen zu oft nur noch als einen "großen Haufen Unrat" wahr, besonders dann, wenn die negativen Geschichten im Arbeitsalltag überwiegen. Was wir brauchen, ist ein Wandel von einer oftmals zu einseitigen Problem- und Defizitwahrnehmung zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den Potenzialen und positiven Aspekten einer Organisation.

3. Freiräume und Beziehungsnetze durch organisatorische Maßnahmen fördern.
Ermöglicht eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung, mehr Eigenverantwortung und die Fähigkeit positiv mit Konflikten umzugehen. Die Lebendigkeit und das Wohlbefinden in der Gemeinschaft wächst.

4. Wertschätzende Führungskultur entwickeln.
Den Wert jedes Mitarbeiters erkennen und anerkennen. Wertschätzen heißt auch, den Wert des Mitarbeiters erhöhen, d.h. seine Stärken, Potenziale und Fähigkeiten entwickeln. Konzepte: Authentisches Führen, Integrales Führen, Wertschätzendes Führen, Gesundes Führen.

5. Health-on-the-Job
Systematische Förderung der psychischen und physischen Gesundheit auf allen Ebenen der Organisation, wobei das Prinzip der "Hilfe zur Selbsthilfe" einen hohen Stellenwert eingeräumt werden sollte.